Romano Guardini II (18113)

Einblicke Zugänge in sein Denken

Zum 50. Todestag des Philosophen und Theologen


Teil I: Geist der Liturgie – Schule des Betens

27.07.18 - 29.07.18

Am 17. Februar 1885 in Verona geboren, starb Romano Guardini am 1. Oktober 1968 in München. Guardini war ein einzigartiger Lehrer der Spiritualität und des Betens in der Moderne eine der tragenden Kräfte der liturgischen Bewegung des 20. Jahrhunderts. Wie kein anderer seiner Epoche hat er philosophisches und theologisches Denken zu vereinen gewusst, deren Zusammenklang vernommen und hörbar gemacht.
Sein tiefes Verständnis der Zeichen des geistlichen Lebens, seine Fähigkeit der Interpretation des Religiösen in seiner Bedeutung für die persönliche Existenz eines jeden Einzelnen fand nicht zuletzt bei jungen Menschen nach dem Unheil
des 1. Weltkriegs begeisterte und breite Resonanz. Ein zweites Mal stand er 1945 nach dem 2. Weltkrieg und der glaubensfeindlichen nationalsozialistischen Diktatur, die ihn seines Lehrstuhls in Berlin beraubt hatte, am Beginn einer entscheidenden Phase des Umdenkens und der geistigen Erneuerung. In völlig überfüllten Hörsälen der Universität Tübingen, bevor er einem Ruf an die Universität München folgte, sprach er in den Jahren 1945-1948 über die formende Kraft des Religiösen bei Dostojewskij, Blaise Pascal, Friedrich Hölderlin, Rainer Maria Rilke.
Seit 1908 gehörte Romano Guardini als Oblate der Benediktinererzabtei Beuron an. Durch seine lebenslange, enge Freundschaft mit Pfarrer Josef Weiger in Mooshausen besaß der europäisch-kosmopolitisch orientierte Romano Guardini, der auch über die dem schwäbisch-alemannischen Kulturraum entsprungene Christus-Johannes-Gruppen geschrieben hat, eine enge Beziehung zu Oberschwaben.
Der Kurs wird nach einem Überblick über Schaffensphasen und Hauptthemen Romano Guardinis sich insbesondere mit seinen spirituellen Werken, seinen bahnbrechenden Schriften »Vom Geist der Liturgie«, »Von heiligen Zeichen«, »Vorschule des Betens«, u. a. befassen.


Teil II: Bewusstwerdung des Menschen im Geist des Christlichen

02.11.18 - 04.11.18

Der am 1. Oktober 1968 verstorbene Philosoph und Theologe Romano Guardini, geboren am 17. Februar 1885 in Verona, ist eine der bedeutendsten Gestalten des Geisteslebens des 20. Jahrhunderts. Wegbereiter auf vielen Gebieten wie denen der liturgischen Erneuerung und der modernen Spiritualität vermochte er einzigartig für seine Zeit Philosophie und Theologie mit einander zu verbinden. Als Zeitgenosse hineingeworfen in die außer- und innerkirchlichen Kämpfe zwischen Modernismus und Antimodernismus bricht Guardini auf zu einem beispielhaften und wegweisenden Vorstoß einer grundsätzlichen Rehabilitation
des Christlichen und des Christentums im 20. Jahrhundert.
Zu Wegführern und Begleitern werden ihm hierbei die großen Geister der Spätantike, des Mittelalters, der Neuzeit und der Moderne. Im Focus seiner erschließenden Betrachtungen stehen Kirchenväter wie Augustinus von Hippo
(354-430), Dichter wie Dante Alighieri (1265-1321), Mathematiker und Philosophen wie Blaise Pascal (1623-1662), Poeten wie Friedrich Hölderlin (1770-1843) und Rainer Maria Rilke (1875-1926). Für Guardini bieten die
genannten Personen und ihre Werke Quellen des Daseinsverständnisses und Wegemarken zum Erschließen der eigenen Existenz.

Der Kurs will gerade diesem Zugriff und seinen Interpretationen folgen und auf diese Weise sowohl die ungebrochene Aktualität Romano Guardinis sichtbar machen für ein immer wieder neu, nicht zuletzt im 21. Jahrhundert zu erarbeitendes und gewinnendes Verständnis des Menschen in seiner geistig-geistlichen Verortung.

Die Teilnahme an einzelnen Seminarteilen ist möglich, zum besseren Verständnis empfiehlt sich jedoch, an der ganzen Seminarreihe teilzunehmen.

Informationen

02.11. 18:00 - 04.11.2018 13:00

Kursgebühr: 68,– €

Anzahlung: 50,– €

VP im EZ/Standard: 118,– €

VP im EZ/Komfort: 138,– €

VP im DZ/Standard: 98,– €

VP im DZ/Komfort: 118,– €

Anmeldung bis 12.10.2018

Referenten

Referent der StefanusgemeinschaftDiözesankonservator Diakon Prof. Wolfgang UrbanRottenburg

Zum Anfang der Seite