Brauerei, Kornhaus, Mühle und Bauhof
| Brauerei, Kornhaus und Mühle und Bauhof: diese drei Gebäude zählten zum "Wirtschaftskomplex" des Klosters Heiligkreuztal. Im Bauhofgebäude ist seit wenigen Wochen die Diakonenausbildung der Diözese Rottenburg Stuttgart beheimatet. Unser Bild zeigt Kornhaus und Brauerei nach der Renovierung. So sah es hier vorher aus! |
Brauerei
Ursprünglich war die Brauerei in der Spätgotik oder noch früher als Wohnhaus errichtet
worden. Später wurde das Gebäude zur Brauerei umgebaut. Der katastrophale Zustand (akute
Einsturzgefahr) aber auch die Eckpfeilerposition in der Gesamtarchitektur des
Wirtschaftshofes veranlaßten das Land Baden-Württemberg die Erneuerung der Brauerei
ebenso wie die des Kornhauses (das stark vom Schwamm befallen war), im Rahmen des
Landesdenkmalnutzungsprogrammes zu fördern. Die Gesamtkosten betragen DM 4,5 Millionen.
Die Bauarbeiten begannen 1988. Die Brauerei trägt heute den Namen "Haus St.
Raphael". Raphael bedeutet: Gott heilt. 1989 bezog eine junge dominikanische
Gemeinschaft, gegründet von dem Theologen und Therapeuten Dr. Michael Marsch OP, dieses
Haus. Sie will durch gemeinsames Leben, Beten und Arbeiten Menschen die geistig, seelisch
und körperlich angeschlagen sind, aus ihrer vielfältigen Verwirrung wieder zu der einen
Mitte Jesus Christus führen.
Klarissen-Eremitinnen
Der Heilige Dominikus und der Heilige Franziskus (und seine
Gefährtin, die Heilige Klara) waren von der gleichen Leidenschaft beseelt, Jesus im
Geringsten zu begegnen. Die neue dominikanische Gemeinschaft wird das Haus St. Raphael mit
Schwestern der hl. Klara teilen. Die Klarissen-Eremitinnen wollen in Anbetung und Arbeit
die Botschaft der Seligpreisungen in unsere Zeit übersetzen.
| Kornhaus Das im 16. Jh. umgestaltete Kornhaus mit einem prachtvollen Eichenfachwerk nimmt künftig im Untergeschoß die Kapelle für die Klarissen-Eremiunnen und für die dominikanische Gemeinschaft auf. In weiteren Geschossen wird eine in der Welt wohl einmalige Sammlung afrikanischer Makonde-Kunst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Förderer stellt sie als Dauerleihgabe zur Verfügung. Dazu kommt ein weiterer Museumsbereich mit Bildern zeitgenössischer Künstler und mit Fundstücken aus Heiligkreuztal (Steine, alte Türen usw.), Büchern und Dokumenten, die sich auf die Geschichte des Klosters beziehen. Mühle |
Unser Bild zeigt Kornhaus und Brauerei vor der Renovierung 1988. |