Erasmus+

Die Stefanus-Gemeinschaft mit Sitz in Heiligkreuztal ist in den kommenden zwei Jahren (2016-2018) Teil des Erasmus+ Projekts „Mutmachende und gestaltungsfreudige Bürger/innen bilden durch zukunftsfähige Erwachsenenbildung“.

Dagmar Frick-Islitzer, Vorsitzende von Stefanus Liechtenstein e.V., ist die Initiatorin des Projekts. Neben der Stefanus-Gemeinschaft e.V. konnte sie die Tiroler Stefanus-Gemeinschaft, das Bildungshaus Kloster St. Ulrich, den K-Punkt für ländliche Entwicklung in Heiligkreuztal, die SPES GmbH und das Bildungshaus Schloss Goldrain als Projektpartner gewinnen.

Alle Projektpartner sind in der Erwachsenenbildung tätig und bringen verschiedene Erfahrungen, Ausgangslagen und Ideen mit in das Projekt.

Ziel ist der Austausch zu verschiedenen Aspekten der Erwachsenenbildung. Dabei lernen wir nicht nur die Bildungslandschaft in den jeweiligen Ländern kennen, sondern tauschen uns auch über gut- und weniger gutlaufende Angebote aus. Zudem werden Trends und gesellschaftliche Entwicklungen sowie deren Auswirkungen auf die Erwachsenen- und Weiterbildung diskutiert.

Erasmus+ ist ein EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport mit unter anderem dem Schwerpunkt „Lebenslanges Lernen“. Die Leitaktion 2 von Erasmus + (zu der unserer Projekt gehört) fördert die Zusammenarbeit von Institutionen zum Austausch über innovative Ansätze und über bereits realisierte Best-Practice-Beispiele.

 

 

1. Treffen im Oktober 2016

Hier geht es zum Bericht...

Und hier zum Zeitungsbericht der Schwäbischen Zeitung vom 3.11.2016

2. Treffen im Februar 2017

Europa im Kloster Heiligkreuztal

Erasmus+ zur Erwachsenenbildung

Erneut haben sich innerhalb weniger Wochen verschiedene Institutionen der Erwachsenenbildung im Kloster Heiligkreuztal getroffen. Nachdem das erste Treffen im vergangenen Oktober als Startschuss gedacht war, ging es in diesem zweiten Treffen um die Zukunft und die Frage: „Wo könnte es mit der Erwachsenenbildung hingehen?“

Der seit Sommer fertiggestellte Bruder-Klaus-Visionenweg im Kloster Heiligkreuztal stellte das Hilfsmittel für diese Zukunftsgedanken dar: Die 14. Darstellung zeigt das Radbild, das Meditationsbild von Bruder Klaus. Der Friedensheilige aus der Schweiz sah darin Gottes Liebe, die in Strahlen nach außen und nach innen wirkte und so eine Einheit bildet, die alles zusammenhält. Beim Treffen der Projektteilnehmer wurde das Radbild etwas abgewandelt genutzt: In der Mitte steht eine mutmachende, gestaltungsfreudige Erwachsenenbildung der Zukunft, die Strahlen nach außen stellen die Frage, wie diese Erwachsenenbildung in die Gesellschaft wirken könnte. Die Strahlen nach Innen zur Mitte wurden mit Fragen wie beispielsweise „Wie könnten gesellschaftlich Entwicklungen auf Erwachsenenbildung Einfluss nehmen?“ versehen. In stiller Einzelarbeit schrieben die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Gedanken auf.

Im nächsten Schritt wurden die Antworten und Ideen auf den Strahlen von der gesamten Gruppe diskutiert. Da die Antworten – genau wie die teilnehmenden Institutionen – vielfältig und unterschiedlich sind, wurden verschiedene Schwerpunkte herausgearbeitet, die alle Projektteilnehmer als wichtig empfanden und die auch in der Zukunft der Erwachsenenbildung von Bedeutung sein könnten. Besonders deutlich wurde, dass Erwachsenenbildung Räume schaffen sollte, in denen Herkunft, Status und Besitz keine Rolle spiele. Zudem wird die Beteiligung von Bürgern an Projekten in Gemeinden als wichtig empfunden um Populismus vorzubeugen. Dazu können bereits kleine Projekte helfen, die beispielsweise Menschen verschiedener Herkunft miteinander verbinden. Weitere Stichworte, die hervorgehoben wurden, sind:

  • Gesellschaftliche Entwicklungen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten
  • Eine innere Haltung entwickeln und sie nach außen leben
  • Zugang zu Bildungsangebote für alle Bildungsschichten ermöglichen
  • Netzwerke und Kooperationen auf- und ausbauen
  • Gesellschaftliche relevante Themen im Bildungsprogramm anbieten
  • Erwachsenenbildung auf Augenhöhe

Ziel des Erasmusprojekts ist aber nicht nur der Austausch und die Frage noch der allgemeinen Zukunft der Erwachsenenbildung. Jede einzelne der teilnehmenden Institutionen kann für sich wesentliche Punkte und Ideen aufgreifen und mitnehmen. Die Institutionen sind unterschiedlich: Mit Bildungshaus, ohne Bildungshaus, in Kommunen oder in Kirchengemeinden aktiv – so ist es auch nicht das Ziel einen einheitlichen Ansatz für eine mutmachende, zukunftsfähige Erwachsenenbildung zu finden. Viel mehr wird die Vielfalt und die verschiedenen Möglichkeiten als gute Ausgangslage für beispielsweise gemeinsame Projekte und Kooperationen festgestellt.


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