Alte Klöster - neue Herren (19207)

Die Säkularisation in Oberschwaben

1803 ist das Stichdatum. Damals änderte sich die Welt in Oberschwaben total. Bis dahin waren die Klöster die Kulturträger im umfassenden Sinn. Sie wurden komplett zerstört. Die Mönche und Nonnen wurden vertrieben, die weitläufigen
Gebäude wurden entweder abgerissen oder dienten als Fabriken, Kasernen und nicht zuletzt als „Irrenanstalten“. Deren Häufigkeit in Oberschwaben ist nicht etwa der bäuerlichen Inzucht geschuldet. Sie sind vielmehr das Ergebnis einer besonderen Übereinkunft Napoleons mit dem Herzog von Württemberg und anderen Adelshäusern, deren Gebiete im heutigen Frankreich er besetzt hatte. Als Ersatz versprach ihnen Napoleon den Besitz der Klöster und auch der
Reichsstädte. Damit verteilte er einen Besitz, der ihm nicht gehörte. Aber das störte die Gewinner der Aktion in keiner Weise. Wie verheerend die Folgen waren, zeigt sich etwa daran, dass um 1815 etwa jeder Zehnte in Oberschwaben auf
der Straße lebte! Das Seminar zeigt zum einen die alte Welt, spannt aber auch den Bogen in die Gegenwart, wo sich manche Besonderheit aus dieser historischen Wurzel erklärt.

Exkursion mit Privatautos nach Ochsenhausen und Bad Schussenried (Fahrgemeinschaften).

Informationen

12.07. 18:00 - 14.07.2019 13:00

Kursgebühr: 98,– €

Anzahlung: 50,– €

VP im EZ/Standard: 118,– €

VP im EZ/Komfort: 138,– €

VP im DZ/Standard: 98,– €

VP im DZ/Komfort: 118,– €

 

Anmeldung bis 28.06.2019

Referenten

Referent der StefanusgemeinschaftDr. Helga Müller-SchnepperEsslingen

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